FAQ

Wie lange ist die Vertragsbindung?
Die Vertragsdauer beträgt 10 Jahre und tritt mit Unterzeichnung des Wärmeliefervertrages in Kraft.

Muss ich den Vertrag verlängern oder passiert das automatisch?
Der Vertrag verlängert sich automatisch jeweils um fünf Jahre.

Kann ich den Vertrag kündigen?
Zum jeweiligen Vertragsende muss der Vertrag mindestens neun Monate vorher mittels eingeschriebenen Briefs gekündigt werden, ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch.

Preismodell
Das Krummesser Preismodell sieht vor, dass Gebäude mit einem geringen Energiebedarf zu einem geringeren Preis je kW/h abgerechnet werden als Gebäude mit einem höheren Endenergiebedarf. Vor Vertragsabschluss muss ein Energieausweis für das Gebäude erstellt werden. Der Wärmepreis wird auf Basis des Bedarfsausweises aus der Energieberatung und den dortigen Angaben zur Endenergie ermittelt. Weitere Informationen finden sie im Preisblatt.

Wie entwickelt sich der Wärmepreis?
Der Wärmepreis ist für die ersten 5 Jahre festgelegt. Anschließend wird der Preis für die gelieferte Wärme durch eine Preisgleitklausel an die Entwicklung der Energiepreise angepasst. Nach welchem Index die Preisgleitklausel erfolgt bzw. wie die Indexanpassung erfolgt, ist vertraglich im Wärmeliefervertrag geregelt. Durch langfristige Lieferverträge ist gesichert, dass der Preis für Biogas in den nächsten 20 Jahren sich jährlich maximal um 1% erhöht. Bei der aktuellen Kostenstruktur bedeutet das, dass bei allgemeinen Preissteigerungen von 2% der Wärmepreis nur 1,6% angepasst wird.

Preisvergleich Nahwärme / Erdgas
Bei einem Preisvergleich zu fossilen Energien ist zu berücksichtigen, dass beim Betrieb eigener Thermen im Durchschnitt 20 % Energieverluste auftreten. ( z.B. Abgaswärme) Außerdem sind die Kosten für die Wartung, den Schornsteinfeger, und Rücklagen für eine Erneuerung der Anlage zu berücksichtigen. Eine Beispielrechnung finden Sie im Preisblatt.

Wie erfolgt die Abrechnung der verbrauchten Wärme?
Der Wärmekunde zahlt 11 monatliche Abschlagszahlungen. Im Januar erfolgt die Jahresendabrechnung. Aufgrund des Verbrauchs der vorangegangen Heizsaison wird die neue monatliche Abschlagszahlung bekanntgegeben und diese ist im darauffolgenden Monat fällig.
Baukostenzuschüsse werden einmalig mit der Inbetriebnahme der Übergabestation in Rechnung gestellt.

Muss ich immer Wärme/Warmwasser beziehen?
Nein! Abgerechnet wird nur der tatsächliche Verbrauch an Wärme bzw. Warmwasser; es gibt keine Mindestabnahme. Wichtig ist jedoch die Heizung nur sekundärseitig abzuschalten. Die Absperrventile dürfen nicht abgedreht werden, damit die Frostsicherung immer gewährleistet ist.

Wann beginnt die Wärmelieferung?
Die Wärmelieferung kann im Oktober 2013 beginnen.

Kann man nachträglich die Leistung vergrößern?
Ja, sie können Ihre Leistung in den meisten Fällen auch nachträglich erhöhen. Je nach gewünschter Leistungserhöhung wird der Wärmetauscher bzw. die Übergabestation ausgewechselt.
Wenn Sie bereits vor dem Anschluss zukünftige Erweiterungen Ihres Objekts planen, bitten wir Sie, uns diese so früh als möglich bekanntzugeben, um gegebenenfalls auch die Zuleitung richtig dimensionieren zu können.

Kann ich mir einen Subzähler einbauen lassen?
Ja, es gibt die Möglichkeit einen geeichten Subzähler einbauen zu lassen. Es entstehen einmalige Kosten für den Einbau und den Austausch nach Ablauf der Eichfrist. Auf Wunsch können wir für jeden Subzähler eine separate Abrechnung vornehmen.

Kann ich meinen alten Heizungskessel parallel betreiben?
Nein, es ist nicht möglich ihren alten Heizkessel und die Wärmeversorgung über das Nahwärmenetz parallel zu führen.

Welche Zusatzheizungen sind erlaubt?
Es ist erlaubt, den Wärmebedarf unter Nutzung regenerativer Energiequellen zu decken. Holz ist eine regenerative Energiequelle. Siehe §3 AVBFernwärme

Kann ich meine bestehende oder zukünftige Solaranlage einbinden?
Ja !

Kann ich auch im Sommer heizen?
Ja, wir sind vertraglich verpflichtet die angeschlossenen Objekte ganzjährig mit Wärme zu versorgen.

Wann braucht es unbedingt einen neuen Boiler bzw. Pufferspeicher, gibt es Faustregeln für die Mindestgröße?
Der bestehende Boiler kann oftmals bleiben. Für die Größe kommt es auf die Anzahl der Personen im Haushalt an; kann aber etwas kleiner dimensioniert werden, da die Wärme immer ansteht.

Macht es Sinn,  bestehende Elektroboiler z.B. im Bad zu belassen (z.b. für den alleinigen Sommerbetrieb) oder wann empfiehlt es sich, solche Warmwassererzeuger abzuschalten und den gesamten Warmwasserbedarf über die Nahwärmeversorgung zu beziehen?
Doppelte Ausführung macht keinen Sinn, entweder die gesamte Warmwasserversorgung mit Nahwärme oder die gesamte mit Strom. Es müssen die Kosten für die Umrüstung und die Machbarkeit geprüft werden; aus Sicht der Betriebskosten macht es auf jeden Fall Sinn, die Wärme für die Warmwasserbereitung über die Nahwärmeleitung zu beziehen.

Wie und wann macht es Sinn eine Solaranlage für die Warmwasserversorgung mit einzubauen, vor allem dann, wenn es sich um eine komplette Neu-oder Totalplanung für die Energieversorgung handelt?
Das ist aus Kostengründen nicht wirtschaftlich darstellbar; die Kosten für eine Solaranlage bei einem Nahwärmeanschluss amortisieren sich nicht. Auch ergibt sich kein ökologischer Vorteil, da die Wärme beim Heizwerk aus Biomasse und BHKW Abwärme gewonnen wird.

Wie tief sind die Zuleitungsrohre verlegt; ist eine Beeinträchtigung der Wurzeln z.B. naheliegender Bäume zu erwarten, wie gut sind diese wärmeführenden Rohre isoliert bzw. ist die Wärmeabstrahlung vernachlässigbar?
Zwischen 80cm und 1,2m; die Wärmeabstrahlung ist fast nicht vorhanden, daher nicht relevant, keine Beeinträchtigung für Pflanzen und Bäume.

Wie lange halten diese Rohre, gibt es eine Garantie, wer und wie kontrolliert sich ihre Dichtfähigkeit?
Die Lebensdauer der Nahwärmerohre liegt zwischen 30 und 50 Jahre;  es ist ein Leckwarnsystem eingebaut, dieses prüft permanent die Dichtheit der Isolierung und der Rohrleitungen.

Wie groß ist die Übergabestation?
Die Übergabestation hat ungefähr eine Abmessung von 560mm/660mm/263mm. (Breite, Höhe, Tiefe) Gewicht 32Kg

Kann ich die Übergabestation individuell steuern ? (Urlaub, Nachtabsenkung usw.)
Selbstverständlich können Sie Ihre Heizungsanlage nach ihren persönlichen Bedürfnissen steuern. Bereits bei der Inbetriebnahme der Übergabestation erhalten Sie neben der Bedienungsanleitung für den Regler eine persönliche Erläuterung.

Die Lebensdauer der Übergabestation?
Die Lebensdauer der Übergabestation beträgt ca. 30 Jahre.

Wie wird mein Warmwasser erzeugt?
Im örtlichen Blockheizwerk (BHKW) wird Strom und Wärme erzeugt, die über das Verteilernetz in den ganzen Ort und zu Ihrem Haus gepumpt wird. Über den Hausanschluss gelangt die Wärme über einen Wärmetauscher in der Übergabestation in Ihr bestehendes Heizungssystem. Dieser Wärmetauscher trennt das primärseitige Wasser aus dem BHKW vom bestehenden sekundärseitigen Heizsystem. Die Nahwärme liefert KEIN Trinkwasser!

Mit welchen  Temperaturen wird das Nahwärmenetz betrieben?
Als Energieträger im Wärmeverteilnetz dient Warmwasser, mit einer von der Außentemperatur abhängigen Vorlauftemperatur.
Vorlauf gleitend von ca. 75°C Stütztemperatur im Sommer bis 85°C für den Auslegungsfall (Außentemperatur – 16°C),

Ist eine kundenseitige Rücklauftemperatur einzuhalten?
Bei Normaußentemperatur liefert das Wärmeversorgungsunternehmen eine sekundär(=kunden)seitige Vorlauftemperatur von max. 80° C. Vom Kunden ist eine sekundärseitige Rücklauftemperatur von maximal 50 °C einzuhalten. Wird diese Rücklauftemperatur nicht eingehalten, sind bestimmte Maßnahmen zur Gewährleistung dieser Rücklauftemperatur durchzuführen.

Was passiert, wenn das Biomasseheizwerk ausfällt? Bekomme ich auch dann noch Wärme/Warmwasser geliefert?
Bei einem kurzzeitigen Ausfall (z.B. Wartung) reichen die ins Wärmenetz integrierten Warmwasserspeicher aus, um die Versorgung zu garantieren. Zusätzlich sind in den Wärmekreislauf des Krummesser Nahwärmenetzes die bisherigen Heizsysteme in der Schule und der Sporthalle integriert. Deren Leistung reicht in der Stufe aus, um Sie auch bei einem längeren Ausfall zu versorgen.

An wen wende ich mich, wenn meine Anlage eine Störung hat?
Im Zuge der Inbetriebnahme der Übergabestation erhält jeder Kunde die Telefonnummer für den Störungsdienst vor Ort. Diese Telefonnummer auch als Aufkleber auf Ihrer Übergabestation angebracht.

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